Turning the Tide ist ein europäisches Kunst- und Kulturprojekt und begrüßt Künstler*innen mit diversen Hintergründen und aus  unterschiedlichen  Disziplinen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Bildende Kunst, Performance und Multimedia.

Von den Künstler*innen wird erwartet, aktiv mit lokalen Gemeinschaften zu interagieren, um Austausch und Kooperation  zu fördern, um Kunst zugänglich und erlebbar zu machen. Wir freuen uns über Bewerbungen von Künstler*innen  in jedem Stadium ihrer Entwicklung und ihrer Karriere. Sie sollen bereit sein, ihre Überlegungen und kreativen Prozesse auch in öffentliche Workshops einzubringen und diese im Rahmen des Projekts Turning the Tide zu  präsentieren.

Das Projekt läuft von 2023 bis 2026 und ist in mehrere Abschnitte gegliedert.

Sie befinden sich auf der Projektwebpage  der Wiener Bildungsakademie. Informationen über  das europäische Gesamtprojekt erhalten Sie hier:

www.turning-thetide.com

Local Call Wien III - April bis Juni 2025!

Die Wiener Bildungsakademie als Partner des Kunstprojekts Turning the Tide (TTT), lädt in Wien lebende Künstler*innen ein, Teil der Initiative zu werden und sich um einen Projektpart zu bewerben.

Möchtest du Teil unseres länderübergreifenden Kunstprojekts sein? Sind dir Umwelt und Nachhaltigkeit wichtig? Möchtest du mit deiner Kunst die Auswirkungen der Klimakrise anhand der Thematik  „Städten und  Wasser“ thematisieren und mit  deinem Projekt  in der Bevölkerung mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen? Dann bist du bei uns richtig!

Zum Projekt:

Turning the Tide (TTT) ist ein ambitioniertes, internationales  Kulturprojekt und versteht sich als transdisziplinärer Dialog, der darauf abzielt, in kreativer Weise auf die bedrohlichen Auswirkungen der Klimakrise auf Städte, die am Wasser liegen, aufmerksam zu machen.

Als künstlerische/r Partner*in des Projekts setzt du dich mit folgenden Fragestellungen auseinander:

  • Wie nimmst du deine Umwelt wahr?
  • Was bedeutet dir Nachhaltigkeit?
  • Wie kann ein Umdenken in Gang gesetzt werden, das zu einem grundlegenden Wandel der Klimapolitik und einem breiten gesellschaftlichen Bewusstsein für Klimafragen führt?
  • Welche Rolle können hierbei Kunst und Kunstschaffende einnehmen?
  • Was kann jede*r Einzelne von uns tun, um sich im Bereich Klimaschutz einzubringen?

Entscheidend ist für uns, dass du durch deine künstlerische Arbeit mit den Wiener*innen in Kontakt trittst und somit über das Projekt die lokalen Bewohner*innen einbeziehst. Das Projekt will damit den Bürger*innen eine Stimme geben und sie mitpartizipieren lassen. Außerdem soll sich durch Kunst und Kreativität das das Bewusstsein der Bevölkerung für Klimaschutz  in Städten, die an Gewässern liegen,erhöhen. Das dem Projekt TTT zugrundeliegende Konzept zielt darauf ab, die Arbeit von gesellschaftspolitisch engagierten Künstler*innen in vier Städten (Stockholm, Wien, Chalkida, Danzig) zu vernetzen. Dabei sollen über den Austausch der Kulturschaffenden mit der Bevölkerung die Themen Klimawandel und Klimagerechtigkeit neu verhandelt werden, Informationen sollen vermittelt und mögliche positive Zukunftsperspektiven erarbeitet werden.

Die Kunstschaffenden sind innerhalb des Projekts TTT teil eines internationalen Künstler*innen-Netzwerks. Die jeweiligen Projekte sollen bestenfalls miteinander diskutiert werden und einander befruchten.Das TTT-Projekt umfasst insgesamt 5 Partnerländer und Organisationen– Intercult (Schweden), Artit (Griechenland), Wiener Bildungsakademie (Österreich), DEAR HUNTER (Niederlande) und das Urban Culture Institute (Polen) in Zusammenarbeit mit Fablevision (Scotland) und dem River//Cities Netzwerk.

RESIDENZ IN WIEN FÜR LOKALE KÜNSTLER*INNEN

Durchführung April bis Juni 2025

Wir laden dich als in Wien lebende/r Künstler*in  ein, dich für die lokal, vor Ort vergebene „Artist-in-Residence“  zu bewerben. Wenn du dich für Umweltschutz interessierst, dir  Nachhaltigkeit und ökologische Lebensweise wichtig sind, freuen wir uns über deine Bewerbung. Uns ist auch wichtig, dass du dich dem sozial engagierten Kunstschaffen verpflichtet fühlst und dich für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und klimabezogene Fragen, speziell am und mit Wasser, einsetzt. Wir erwarten uns, dass du die Bewohner*innen der Seestadt Wien in dein Projekt einbeziehst und du Möglichkeiten der Partizipation schaffst. TTT möchte als kulturelles Gesamtprojekt  über künstlerische Arbeiten  auf die Klimakatastrophe aufmerksam machen und die Menschen zum Nachdenken anregen. Ein Wandel kann nur eintreten, wenn sich das kollektive Bewusstsein in Hinblick auf den Klimawandel verändert und sich neue Zukunftsperspektiven und Denkräume entwickeln können. Die Kunst kann dazu einen Beitrag leisten, sie kann über innovative, ansprechende, aufrüttelnde und informative Arbeiten Wissen veranschaulichen und spürbar machen. Über die Einbindung der Menschen in der Seestadt kann der kreative Prozess sich direkt aus der Arbeit mit den Bewohner*innen entwickeln.

Für die „Artist-in-Residence“ sind 3 Monate vorgesehen. In diesem Zeitraum hat der Kunstschaffende Zeit zu recherchieren, Inspiration vor Ort zu suchen und zu finden, die Bewohner*innen aktiv in die eigenen Überlegungen einzubinden und ein Werk zu schaffen, das digitalisier- und archivierbar ist. Wir wollen dich in deiner Kreativität aber nicht einschränken, die Kunstform (Fotos, Videos, Performances, Präsentationen, Skulpturen, Soundinstallationen, Visuals und vieles mehr) steht dir frei. Am Ende der 3 Monate soll ein Ergebnis vorliegen, dass wir gemeinsam der Öffentlichkeit präsentieren. 

In einem positiven und fruchtbaren Austausch zwischen dir als dir als Künstler*in und uns als Kooperationspartner*innen planen und setzen wir mit dir die Präsentation deiner Arbeit vor einem interessierten lokalen und internationalen Publikum um. (Dieser Termin kann in inhaltlich begründeten Fällen auch nach dem Juni stattfinden)

Wir erwarten uns, dass du als ausgewählte Künstler*in vor, während und auch nach deiner Residenz für Online-Meetings wie auch für Feedback und Follow-ups zum Arbeitsfortschritt zur Verfügung stehst. Wichtig ist hierbei mindestens ein Künstler*innen Webinar mit dir zu organisieren, um auch einen digitalen Dialog zwischen lokalen und internationalen Teilnehmer*innen zu ermöglichen, beziehungsweise ein Online Gespräch mit dir als Künster*in und unseren Kurator*innenteam Karin Moser und Karl Kilian zu führen..

Zu Beginn der „Artist-in-Residence“ nimmst du als Künstler*in an einem gemeinsamen kulturellen Forschungsworkshop teil, der von Dear Hunter, einem unserer internationalen Kooperationspartnern geleitet wird, um den gegenseitigen Austausch von Ideen zum Klimawandel zu fördern und anzuregen.

ANFORDERUNGEN

TTT lädt Künstler*innen aus allen Disziplinen ein, , sich um die Teilnahme an diesem Projekt zu bewerben.

Entscheidend ist für uns, dass du durch deine künstlerische Arbeit mit den Wiener*innen in Kontakt trittst und somit über das Projekt die lokalen Bewohner*innen einbeziehst. Das Projekt will damit den Bürger*innen der Seestadt eine Stimme geben und sie mitpartizipieren lassen. Im Zuge des künstlerischen Prozesses soll mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Klimaschutz an sich und den Erhalt der Wasserqualität im Speziellen geschaffen werden. Wie das geschieht überlassen wir dir als Künstler*in. Dies kann in Form von Workshops, Walks, Seminaren oder  Ähnlichem realisiert werden.

Im Rahmen des Projekts Turning the Tide haben bereits vier Künstler*innen aus Wien sowie zwei Künstler*innen aus den europäischen Partnerländern ihre Arbeiten umgesetzt. Dazu zählen Kamila Chomicz (Polen), Jenny Marketou (Griechenland), Anny Wass (Österreich), Paul Kitzmüller (Österreich), Daniel Böswirth (Österreich) und Daniil Sukhov (Österreich). Ihre Arbeiten setzten sich mit der Seestadt und der Donau als urbanem Raum auseinander und beleuchteten Themen wie Wasser, Ökosysteme, Vergänglichkeit und Nachhaltigkeit.

Es empfiehlt sich, diese bisherigen Werke und Ansätze genauer anzusehen. Sie bieten nicht nur wertvolle Einblicke in die künstlerischen Perspektiven, die bereits innerhalb des Projekts entstanden sind, sondern können auch Inspiration für neue Ansätze liefern. Eine Auseinandersetzung mit diesen Arbeiten – sei es durch inhaltliche Weiterentwicklung, Kontrastierung oder den Aufbau eines Dialogs – kann das eigene Projekt bereichern und zugleich den künstlerischen Austausch innerhalb von Turning the Tide vertiefen.

Wir begrüßen Bewerbungen von Künstler*innen in jedem Stadium ihres Schaffensprozesses. Sie sollen bereit sein, ihre Überlegungen und kreativen Prozesse auch in öffentliche Workshops einzubringen und diese im Rahmen des Projekts Turning the Tide zu präsentieren.

Uns ist wichtig, dass du als ausgewählte*r Künstler*in bereit bist, die ansässige Bevölkerung in deinen Schaffensprozess einzubinden. Deine Arbeit wird Teil eines gemeinsam konzipierten Programms, wobei wir dein Kunstwerk der Öffentlichkeit präsentieren.  Inhaltlich sollst du dich mit Klimaschutz, Ökologie, Nachhaltigkeit bzw. den sozialen Folgen des Klimawandels auseinandersetzen. Wir wollen deiner Kreativität keine Grenzen setzen, denn der Klimawandel braucht auch kreative Ansätze und Lösungsvorschläge. Am Ende soll deine künstlerische Arbeit zu einem präsentierbaren Resultat führen.

Du solltest der englischen Sprache so weit mächtig sein, dass du dich mit  internationalen Kunstschaffenden und unseren Projektpartnern austauschen kannst.

Die Residenz ist für den Zeitraum April bis Juni 2025 anberaumt. Eine abschließende Präsentation deines Kunstprojekts kann in Absprache auch nach dem Juni 2025 stattfinden.

 

AUSGABEN

Für deine Teilnahme am Projekt erhältst du, als ausgewählte*r Künstler*in für die lokale Residenz, einen Kostenersatz von 2.600,- Euro (inklusive aller möglichen Gebühren oder Steuern – Materialkosten können besprochen werden).

Wenn du an einem Kunstprojekt in der Wiener  Seestadt interessiert bist, kannst du dich bis zum 26. März 2025  Uhr über diesen Link bewerben:

LINK ZUM FORMULAR!

Die Bewerber*innen erhalten zeitnah Informationen, über die von einer Jury getroffenen Entscheidung.

Über die Gesamtprojektdauer von 2 Jahren werden in Summe 8 Künstler*innen gesucht. Diese dritte Bewerbung für 2 Künstler*innen gilt für den Zeitraum April 2025 bis Juni 2025. In weiterer Folge werden die restlichen Künstler*innen etappenweise ausgewählt. 

Wir freuen uns über deine aussagekräftige Bewerbung!

Das Formular ist ein Google Formular, es ist ein Google Account notwendig. Wir bevorzugen Bewerbungen über das Formular. Sollte kein Google/Gmail Account zur Verfügung stehen, ist in absoluten Ausnahmefällen eine Bewerbung unter herger@wiener-bildungsakademie.at möglich! 

Exploring Climate Change and Waterfront Issues

Das Projekt Turning the Tide lädt Künstler*innen ein, sich mit den vielfachen Herausforderungen des Klimawandels auseinanderzusetzen, insbesondere in Küstengebieten. Während die Künstler*innen sich in diesen transdisziplinären Dialog einbringen, werden sie ermutigt, eine vielfältige Palette an Themen zu erforschen, zu recherchieren und ihre Erkenntnisse und Ideen in  kreative Ausdrucksformen umzusetzen. Dabei sollen Betroffene eingebunden und ihnen eine Stimme gegeben werden. Letztlich wollen wir ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und den Kampf gegen den Kliamwandel schaffen.

Schlüsselthemen und Probleme

Die folgenden Schlüsselthemen können von Künstler*innen erforscht, erarbeitet und in Projekten umgesetzt werden. Es handelt sich um zentrale Themenfelder des Projekts Turning the Tide. Allerdings sind spezifisch lokale Schwerpunkte in der jeweiligen Stadt zu berücksichtigen:

  • Anstieg des Meeresspiegels und Küstenerosion
  • Verlust an Artenvielfalt und Störung von Lebensräumen
  • Städtische Infrastruktur und Klimaresilienz
  • Erhalt des kulturellen Erbes
  • Soziale Ungleichheit und Klimagerechtigkeit

Anstieg des Meeresspiegels und Küstenerosion

Die zentralen Folgen des  Klimawandel zeigen  sich bei Städten an Flüssen, am Meer oder an Seen sind der steigende Meeresspiegel und die Küstenerosion. Mit diesen Problemfeldern setzen sich die Künstler*innen zentral auseinander, wobei immer auch die unmittelbaren Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung zu berücksichtigen sind. Über kreative Visualisierungen können  Künstler*innen  die Verwundbarkeit, aber auch die Resilienz der Natur, aber auch der Betroffenen einfangen. In ihren Kunstprojekten können sie Emotionen greifbar machen – Angst, Wut, Sorge, Widerstandskraft, Tatkraft all jener, die vom Klimawandel schon jetzt direkt und existenzbedrohend betroffen sind. Das dynamische Zusammenspiel von Mensch und Natur wird zum zentralen Thema.  Wie passen sich Gemeinden an diese Herausforderungen an, wie kann man dem Klimawandel entgegenwirken und auf welche Transformationen kann und muss man setzen?. Künstler*innen, die sich innerhalb von Turning the Tide mit diesem Thema befassen, können Ideen transportieren und zum Dialog über Klimaschutzmaßnahmen anregen. Letztlich können sie mehr Verständnis für die Wechselwirkung von klimabedingten Veränderung in Küstenumgebungen/Städten an Flüssen oder Seen und den dort lebenden Menschen schaffen.

Anpassung und Absiedelung

Klimabedingte Katastrophen und Schäden führen einerseits zur Anpassung der Umgebung, etwa durch spezifische Wasserschutzinfrastrukturen. Andererseits sehen sich mitunter ganzen Gemeinden damit konfrontiert, dass die Bevölkerung das Gebiet verlässt und abwandert. Die Künstler*innen von Turning the Tide spüren der menschlichen Dimension der klimabedingten Zerstörung und Verdrängung nach. Sie dokumentieren Erzählungen von Verlust, sozialer Not und persönlicher Verzweiflung, aber auch von Kooperation, Zusammenhalt und gemeinsam entwickelten Lösungsansätzen und Strategien der Anpassung.

Verlust an Artenvielfalt und Störung von Lebensräumen

Der Klimawandel stört Ökosysteme und trägt zum Verlust der Artenvielfalt bei, insbesondere auch in Lebensräumen der Küstengebiete sowie in Gebieten nahe vonFlüssen und Seen. Künstler*innen können sich mit den komplexen Beziehungen zwischen Menschen und der Natur auseinandersetzen und das feine Gleichgewicht beleuchten, das durch klimabedingte Veränderungen gestört wird. Durch ihre Werke können Künstler*innen sich für Erhaltungsbemühungen einsetzen und die Schönheit und Fragilität der Küstenökosysteme darstellen.

Städtische Infrastruktur und Klimaresilienz

Küstenstädte, Städte an Flüssen oder Seen stehen vor zunehmenden Herausforderungen, da der Klimawandel immer stärker spürbar wird und die städtische Infrastruktur bei Extremwetterereignissen belastet. Künstler*innen können sich mit den komplexen Beziehungen zwischen Menschen und der Natur auseinandersetzen und das feine Gleichgewicht beleuchten, das durch klimabedingte Veränderungen gestört wird. Durch ihre Werke können Künstler*innen sich für Erhaltungsbemühungen einsetzen und die Schönheit und Fragilität der Küstenökosysteme darstellen.

 Im Zuge wertvoller, informativer und kreativer Dialoge, kann Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschaffen und zugleich ein Austausch über klimaresiliente Stadtplanung und Infrastruktur entstehen.

Die Künstler*innen können in einem interaktiven Prozess innovative Lösungen unter Berücksichtigung der Anforderungen und Wünsche der Anrainer kreativ skizzieren und künstlerisch gestalten und umsetzen. Künstler*innen können städtische Landschaften neu denken und kreative sowie nachhaltige Ansätze vorschlagen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Städte zu mildern. Indem sie in ihren Werken alternative Visionen  präsentieren, tragen Künstler*innen zum kollektiven Diskurs über adaptive Strategien bei und inspirieren Gemeinschaften und Entscheidungsträger dazu, zukunftsweisende Ansätze in der klimaresilienten städtischen Entwicklung anzunehmen. Die künstlerische Erzählung wird zu einer treibenden Kraft, um dentransformatorischen Wandel voranzutreiben. Städtische Räume werden neu gesehen, vermessen, entdeckt und bewertet, um sie bestmöglich auf ein sich wandelnden Klimas vorzubereiten.

Erhalt des kulturellen Erbes

Der Klimawandel bedroht den Erhalt des kulturellen Erbes in Küstenstädten sowie in Städten an Flüssen oder Seen und gefährdet letztlich historische Kulturdenkmäler und Traditionen.